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Die Angst vor dem Risiko – das Verhalten deutscher Anleger

Jan-Patrick Kruger Jan-Patrick Krüger, Geschäftsführer der 123 Invest GmbH, mit dem Rat zu einer besseren Anlegermentalität in Deutschland.

Klassische Anlageformen bringen wenig ein, Aktien werden aus Angst vor dem Risiko oft gescheut, obwohl sie – richtig gehandhabt oder von professioneller Hand verwaltet – hohe Chancen bieten.

Die wöchentlichen neuen Allzeithochs am deutschen Aktienmarkt gehen weiter: Der Dax hat die Marke von 12.000 Punkten durchbrochen. Seit Jahresbeginn hat der Index damit um mehr als 20 Prozent zugelegt. Die Börsianer haben vor den aktuellen Entwicklungen in den Euro-Ländern keine Angst. Die Zinsen fallen, was die Aktienkurse aufgrund fehlender Anlagealternativen nach oben treibt. Auch der schwächelnde Euro sorgt für höhere Export-Gewinne, wodurch die deutschen Exportunternehmen zusätzlich beflügelt werden.

Ein Ende der Geldschwemme ist nicht abzusehen, insbesondere nicht, wenn Draghi bis Herbst nächsten Jahres 1,1 Billionen Euro Staatsanleihen ankaufen will, um die Deflation zu bekämpfen und das Wirtschaftswachstum der Euro-Länder anzukurbeln. Darunter leiden insbesondere jene Anleger, die ihr Geld größtenteils in Sparbüchern oder Tagesgeldkonten anlegen. In Deutschland sind die alternativen Anlagemöglichkeiten zwar sehr vielfältig, aber oft nicht attraktiv.

Die Mehrheit deutscher Anleger ist verunsichert, zögerlich und vorsichtig

Insbesondere die Anlegermentalität in Deutschland macht unseren Bürgern eine Entscheidung sehr schwer. Die Devise lautet oftmals: lieber gar keine Entscheidung treffen, als eine falsche. Niedrigzinsen, welche die Ersparnisse entwerten, wenig Rendite auf klassische Anlageformen und die Angst vor dem Verlust des Lebensstandards im Alter machen den Deutschen die Situation nicht einfacher. Die Mehrheit der Anleger hat ihre Anlagestrategie dennoch nicht verändert.

Ein Grund dafür ist sicherlich, dass die Risikotoleranz der Deutschen im weltweiten Vergleich am geringsten ist. So bezeichnen sich fast 90% der Investoren in Deutschland als konservativ oder sehr konservativ. Weltweit sind es nur etwa 60% der Befragten, die sich als konservativ bezeichnen, während 41% sich als mehr oder weniger aggressiv bezeichnen würden (Studie: Legg Mason Global Investment Survey).

Dieses Verhalten ist primär in der Unsicherheit der Anleger begründet, denn die Hälfte der Befragten findet das makroökonomische Umfeld zu volatil, knapp jeder Zweite beklagt mangelnde Transparenz, etwa 30% fühlen sich nicht in der Lage die Chancen richtig zu bewerten und 23% geben offen zu, die Risiken nicht vollständig zu verstehen. Aus Angst vor Risiko sind auch die Renditeerwartungen vergleichsweise bescheiden: So erhoffen sich die Deutschen im Schnitt eine Rendite (Rate of Return) von nur 5,9% – der weltweite Schnitt liegt bei 9,5%.

Das Risiko, zu wenig Risiko einzugehen

Trotz den historischen Tiefständen der Zinsen – 10-jährige Bundesanleihen etwa bringen nur noch 0,3% Rendite, während 5-jährige sogar eine negative Rendite aufweisen – halten die deutschen Sparer weiterhin an ihrem gewohnten Anlageverhalten fest; auch wenn sich ihr Vermögen dadurch mindert. Und obwohl laut einer Umfrage des Marktforschungsunternehmens GfK 66% der Deutschen mit der Wertentwicklung ihrer Geldanlage nicht zufrieden sind, so können sich neun von zehn der Befragten trotzdem nicht vorstellen, für größere Renditechancen ein höheres Risiko einzugehen.

Nur 14% der Anleger besitzen direkt oder indirekt (über Fonds) Aktien. 1996 bis etwa 2001 waren Aktien in Deutschland eine beliebte Anlagemöglichkeit und die Anzahl der Anleger verdoppelte sich. Die hohe Nachfrage hatte zur Folge, dass viele Anleger zu hohen Preisen in Aktien einstiegen und der Aktienwert sich mit dem Crash der Dotcom-Blase 2001 stark verringerte. Viele Milliarden Euro wurde von der Börse abgezogen, obwohl der Dax momentan fast täglich neue Allzeithochs erklimmt und sich im Vergleich zu 1996 fast verfünffacht hat; eine Entwicklung die an vielen Anlegern leider vorbeiging. Ein einfacher Exchange-Traded Fund (kurz ETF), ein passiv verwalteter Indexfonds, welcher die Wertentwicklung eines vorab definierten Benchmarks abbildet, hätte diese Rendite für Anleger nämlich 1:1 widergespiegelt.

Jan-Patrick Krüger, Geschäftsführer der 123 Invest GmbH, einem Düsseldorfer Wertpapierhandelshaus, beschreibt diese Renditen als nicht selten, man muss nur flexibel auf Marktveränderungen reagieren und über das Hintergrundwissen verfügen. Die jährlichen Renditeziele seiner Investmentfirma liegen zwischen 20-30%, damit liegt man im Durchschnitt der globalen Investmenthäuser. Es geht nicht mehr nur um die Angst vor zu viel Risiko, vielmehr birgt im Gegenzug die Zufriedenstellung mit den Niedrigzinsen das Risiko, zu wenig Risiko einzugehen, so Krüger weiter.

Lösung: Streuung der Risiken in mehrere Anlageformen

Mittlerweile ist eine kaum zu überschauende, komplexe Vielfalt an Finanzprodukten entstanden, welche die Herausforderungen bei der Vermögensanlage noch erhöhen. Anleger können aus einer Vielzahl derivativer Strukturen und Fonds wählen, allerdings sind diese oft mit hohen Kosten verbunden und garantieren keineswegs eine sichere oder feste Rendite. Die Zeiten, in denen sich die Deutschen um ihr Erspartes keine Gedanken machen mussten, sind vorbei. Allein das Geld zur Bank zu bringen oder es in eine Lebensversicherung einzuzahlen reicht nicht mehr aus. Denn auch hier gibt es bei einem heutigen Abschluss nur noch eine Garantieverzinsung von 1,25% und das auch nur auf den Teil, der nach Abzug der Verwaltungs- und Abschlusskosten angespart wird.

Jan-Patrick Krüger rät daher vor allem zur Diversifikation des Portfolios, um so den langfristigen Anlageerfolg zu sichern. Seine Investmentgesellschaft 123 Invest GmbH, die auch Eigengeschäfte betreibt, hat sich auf die Entwicklung algorithmischer Handelssysteme spezialisiert. Insbesondere bei schnellen Marktinterventionen, bei denen solche Systeme einen entscheidenden Vorteil bieten, wird der Diversifikation eine hohe Bedeutung beigemessen.

Alternative Anlageoptionen für den Schutz des Vermögens vor Inflation und Niedrigzinsen

Ein gewisses Risiko bleibt im Anlagegeschäft nicht aus und sollte jedem Investor bewusst sein. Im Volksmund sagt man: Je höher die Rendite, desto höher das Risiko. Hohe Renditen sind sicherlich jene im zweistelligen Bereich. Doch das erhöhte Risiko muss nicht auf alle Investitionen zutreffen. Nach einer sorgfältigen Prüfung des Angebots gilt für Anleger wie immer die Devise, eigenverantwortlich eine Anlageentscheidung zu treffen.

Man sollte immer Bedenken, dass selbst die Renditeziele vieler Banken im Durchschnitt bei über 18% liegen. Das Geld dann dort für teilweise weniger als 1% zu parken, ist sicherlich nicht attraktiv.

Bei festverzinsten alternativen Angeboten, wie Anleihen oder Darlehen, ist ein entscheidender Vorteil sicherlich, dass die Unternehmen selbst geführt und beispielweise Investmentprozesse eigenverantwortlich platziert werden.

Gesellschaften, die eine langjährige positive Leistungsbilanz vorweisen und die Best-Practice der großen Banken adaptieren, sind sicherlich ein ernstzunehmende Investitionsmöglichkeit. Anleger müssen so das tägliche Finanzmarktgeschehen nicht selbst im Blick haben. Diese alternativen Anlageformen müssen hohe Transparenzanforderungen erfüllen, kostengünstig und unabhängig von der Volatilität der Wirtschaft bzw. Aktienmärkte sein und bei hoher Sicherheit eine attraktive Rendite bieten, um sich von anderen Optionen abzuheben. So kann das Vermögen vor Inflation und Niedrigzinsen geschützt werden und gleichzeitig ein nachhaltiger Vermögenszuwachs ermöglicht werden.

Weitere Informationen erhalten interessierte Anleger unter:

www.1-2-3-invest.de
www.janpatrickkrueger.de

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2 Kommentare zu "Die Angst vor dem Risiko – das Verhalten deutscher Anleger"

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