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Diese Investments hätten Sie zum Millionär gemacht

Rolls Royce

Bild: Marcus Stark / pixelio.de

Zugegeben, hinterher ist man immer schlauer. Doch ärgern Sie sich nicht auch manchmal, wenn Sie bei einer Investment-Chance nicht zugeschlagen haben, die sich im Nachhinein als DIE Gelegenheit herausstellt? Es gibt Situationen, da möchte man am liebsten die Zeit zurückdrehen und dort zuschlagen wo man damals abgelehnt hat.

Ich persönlich versuche Risiken beim Vermögensaufbau weitestgehend zu vermeiden. Lediglich einen sehr kleinen Teil meiner Anlage investiere ich hin und wieder in spekulative Projekte und Anlageformen. Dies können z.B. Pennystock-Aktien aus Wachstumsbranchen oder Wachstumsregionen sein, die sehr hohe Renditen versprechen.

Hohe Renditen gibt es jedoch nicht umsonst. Die Aussicht auf überdurchschnittlich hohe Gewinne wird oft teuer bezahlt. Nicht nur, dass die Kursschwankungen spekulativer Aktien im Tageshandel oftmals im zweistelligen Prozentbereich liegen – auch ein Totalverlust des Investments ist nicht ausgeschlossen. Daher sollte tatsächlich nur Geld eingesetzt werden, auf das auch verzichtet werden kann. Das Spekulieren mit der eigenen Altersvorsorge oder der Immobilie hat schon manchen Anleger in den finanziellen Ruin getrieben.

Wer jedoch bereit ist ein hohes Risiko in Kauf zu nehmen und zur richtigen Zeit den richtigen „Riecher“ hat, kann mit relativ geringem Einsatz reich werden.

Wie aus 5.000 Euro Einsatz über 1.000.000 Euro werden

In der Vergangenheit gab es viele Möglichkeiten sein Geld um ein Vielfaches zu vermehren. Leider haben nur wenige Anleger diese Möglichkeiten rechtzeitig erkannt. Hier erhalten Sie eine Übersicht über einige der größten Investment-Chancen der Vergangenheit.

Apple

Auch der Börsenriese Apple hat einmal ganz klein angefangen. 1994 waren Aktien des Unternehmens für rund 0,86 Euro zu haben. Zu diesem Zeitpunkt bestand der Konzern bereits seit 27 Jahren und war seinen Wettbewerbern dank Macintosh und Macintosh-Betriebssystem weit voraus. Wer 1994 für 5.000,- Euro Aktien kaufte, erhielt dafür ca. 5.800 Stück. Durch Aktiensplits (1:2) in den Jahren 2000 und 2005, sowie durch einen Split von 1:7 Mitte letzten Jahres, wurden aus knapp 6.000 Aktien innerhalb von 21 Jahren, rund 26.000 Aktien. Bei einem Kurs von 120,- Euro pro Aktie, besitzen diese einen derzeitigen Marktwert von rund 3.120.000 Euro.

Yahoo!

Das US-amerikanische Internetunternehmen ging im März 1995 an die Börse. Damals beschäftigte Yahoo noch weniger als 50 Mitarbeiter. Zu Beginn des Jahres 1996 wurden Aktien des Unternehmens noch zu 0,61 Euro gehandelt. Vier Jahre später, im Jahr 2000, hatte die Aktie dann den historischen Höchststand von 119,55 Euro erreicht, ehe die Dotcom-Blase platzte und den Kurs wieder auf ein Niveau von 4,35 Euro riss. Wer gleich zu Beginn mit 5.000,- Euro einstieg und zum Höchststand verkaufte, war nach 5 Jahren um fast 1.000.000 Euro reicher.

Bitcoin

Noch schneller konnte man in der Vergangenheit Millionär werden, wenn man zu den Early Adoptern des Bitcoin gehörte, einem digitalen Zahlungssystem das dezentral  über ein Rechnernetz verwaltet bzw. geschöpft wird. Das Bitcoin-Netzwerk entstand im Januar 2009. Anfangs konnten neue Bitcoins noch durch die Rechenleistung handelsüblicher Computer oder Grafikprozessoren generiert werden. Die virtuelle Währung hatte bis dato keinerlei monetären Gegenwert, was sich jedoch schnell änderte. Im Jahr 2010 gab es bereits die ersten Wechselkurse im einstelligen Dollarbereich und im November 2013 den bisherigen Höchststand von 1.100 Dollar/Bitcoin. Mittlerweile werden neben Bitcoins auch eine Vielzahl alternativer digitaler Währungen gehandelt.

Wer Bitcoins durch eigene Rechenleistung herstellte oder vor 2013 Bitcoins kaufte, konnte mit relativ geringem Kapitaleinsatz 10.000 oder mehr Bitcoins erwerben. Diese hatten Ende 2013 einen Gegenwert von rund 10.000.000 Dollar. Wenn Sie sich jetzt ärgern nicht früh genug eingestiegen zu sein, tröstet Sie vielleicht die Geschichte von Laszlo Hanyecz, einem Programmierer aus Florida, der sich noch 2010 für 10.000 Bitcoins zwei Pizzen gekauft hatte.

Die Chancen von heute machen die Millionäre von morgen

Chestbang

Filmszene aus „The Wolf of Wall Street“

Natürlich bin auch ich immer wieder auf der Suche nach noch unentdeckten Perlen, die sich irgendwann hoffentlich ebenfalls als Glücksgriff herausstellen.

Dabei bleibe ich jedoch Realist und habe das Geld, das ich dort investierte schon innerlich abgeschrieben. Wie bereits erwähnt, handelt es sich um kleine „Einsätze“, deren Verlust hinnehmbar ist.

Nachfolgend möchte ich zwei Unternehmen vorstellen, deren Aktien sich in meinem Depot befinden. Dies dient der reinen Information und ist keinerlei Empfehlung zum Kauf.

Intertainment AG

Die Münchner Unternehmensgruppe Intertainment [WKN: 622360 / ISIN: DE0006223605] handelt u.a. mit Filmrechten und produziert auch selbst. Außerdem hält das Unternehmen eine 10%ige  Beteiligung an der amerikanischen SightSound Technologies, Inc., die US- Patente für den digitalen Download von Audio- und Video-Dateien aus dem Internet besitzt. Die SightSound Technologies Inc, befindet sich wiederum als Klägerin in einem seit 2011 andauernden Patentrechtsstreit mit Apple. Im Falle einer erfolgreichen Klage stehen Schadensersatzansprüche in Millionenhöhe an, wovon wiederum die Intertainment AG, bzw. deren Aktionäre profitieren würden (Hintergründe über den Fall erfahren Sie im Forum von Finanzen.net).

Organovo Holdings Inc

Organovo [WKN: A1JUPD / ISIN: US68620A1043] ist ein US-amerikanisches Unternehmen, das sich auf den 3D-Druck von lebenden Zellen spezialisiert hat. Das Unternehmen gab Anfang 2014 bekannt, die ersten 3D-gedruckten Leberzellen an ein Labor außerhalb des eigenen Unternehmens geliefert zu haben. Die Geschäftsidee des Unternehmens ist es, der Pharmaindustrie für Forschungszwecke Organe aus dem 3D-Drucker zur Verfügung zu stellen. Diese können damit Medikamente oder Prozesse testen, ohne auf Spenderorgane angewiesen zu sein. Diese Technik hat durchaus das Potenzial die Medizin in den kommenden Jahren zu revolutionieren und einen Milliardenmarkt zu bedienen.

Fazit

Die obigen Erfolgs-Beispiele sind sicherlich Ausnahmefälle. Fakt ist – nicht jedes Penny-Stock-Unternehmen entwickelt sich zum Weltkonzern, wie es Apple oder Yahoo gelang. Am Beispiel von Yahoo sieht man auch sehr schön, dass der Trend ganz schnell in die Gegenrichtung umschlagen kann, wodurch Anleger sehr viel Geld verlieren können. Ich selbst bin mit Intertainment und Organovo derzeit in den roten Zahlen. Allerdings glaube ich noch immer an das langfristige Potential der beiden Unternehmen und werde mich daher auch nicht von den Aktien trennen.

Wer das Spekulieren nicht lassen kann, muss sich also darüber in Klaren sein, dass dieses Glücksspiel seinen Preis hat. Wie Eingangs erwähnt, sollten derart hohe Risiken am besten mit einer Geldsumme eingegangen werden, deren Verlust nicht weh tut.

Allen Risiko-Anlegern wünsche ich ein glückliches Händchen!

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2 Kommentare zu "Diese Investments hätten Sie zum Millionär gemacht"

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