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Mit 3 einfachen Tipps zur finanziellen Freiheit durch ETFs

Gastbeitrag

Dieser Beitrag wurde verfasst durch Chris von www.gieristgut.com. Auf Gieristgut geht es primär um das Thema Value Investing.

Wie in diesem Blog bereits mehrfach diskutiert wurde, ist Sparen ein essentieller Punkt wenn es darum geht finanzielle Unabhängigkeit zu erreichen. Also nicht mehr zwingend auf einen Job angewiesen zu sein sondern selbst entscheiden zu können, ob man arbeiten möchte oder nicht.

Jedoch ist Sparen nicht alles und mindestens genauso wichtig ist die Anlage des gesparten Geldes. Hier gibt es viele Möglichkeiten. Vom Sparbuch über Tages- oder Festgeld zur Anlage in Fonds oder andere Finanzprodukte.

Relevant ist nur die mögliche Rendite. Klar kann man mit Sparbüchern oder Tagesgeldkonten kein Geld verlieren, jedoch sind die Kapitalrenditen oft mehr als mickrig und reichen so gut wie nie für einen Inflationsausgleich.

Die einzige Möglichkeit das Ziel der finanziellen Unabhängigkeit zu erreichen, ist das Sparen mit Aktien oder ETFs. Sie erzielen über einen längeren Zeitraum die höchste Rendite und sind deswegen perfekt für einen Sparvorgang geeignet. Gemeinsam mit dem Zinseszins-Effekt sind Aktien & ETFs eine wirksame Möglichkeit unser Ziel zu erreichen.

Wertentwicklung

Abbildung 1 Zinseszins-Effekt – Quelle: www.gieristgut.com

In der Abbildung sieht man oben die Auswirkung des Zinseszins-Effekts über 20 Jahre mit einer durchschnittlichen Rendite von 10% wie sie ein Aktienindex erreichen kann. Unten sieht man die Vermögensentwicklung bei einer Sparbuch, Fest- oder Tagesgeldanlage zu einem Zinssatz von 1,5% p.a.

Gleichzeitig belegen Studien, dass sich Durchschnitts-Deutsche vom Kapitalmarkt abwenden und Aktien als reines Glücksspiel betrachten. In den angelsächsischen Ländern ist das nicht so. Dort sieht man den Kapitalmarkt viel eher als Teil der Gesellschaft. Immerhin investiert man mit Aktien in echte Unternehmen und nicht in irgendwelche wertlosen Finanzprodukte.

Um weiter fortfahren zu können müssen wir uns erst einmal die Frage stellen, was ETFs überhaupt sind und was sie „anders“ macht.

Doch was sind ETFs?

ETFs sind im Prinzip Fonds ohne einen Fondsmanager. Fondsmanager haben alle etwas gemeinsam: Sie wollen bezahlt werden und über einen längeren Zeitraum (wir wollen über einen längeren Zeitraum sparen, um finanziell unabhängig zu werden) sind sie oftmals nicht in der Lage ihren Vergleichsindex nach Kosten zu schlagen. Natürlich gibt es hier einige Ausnahmen, z.B. Warren Buffett, Seth Klarman oder einige andere private Investoren und Hedgefonds. Aber diese Leute sind eher die Ausnahme als die Regel.

Deshalb ist es nicht gut, wenn man einen aktiv gemanagten Fonds hat. Über einen längeren Zeitraum wird eine schlechtere Performance erzielt und wie wir wissen ist die Performance ausschlaggebend für unser Ziel.

Was an ETFs so ideal ist, ist die Tatsache, dass man sich um nichts kümmern muss. Geht ein Unternehmen insolvent, dann fällt der Index vielleicht etwas. Das Vermögen ist dann aber gestreut und somit schlägt der Ausfall nicht so stark ins Gewicht.

Diese 3 Tipps möchte ich jedem Sparer mit auf den Weg geben

1. Bezahle erst dich selbst

Das soll bedeuten, dass du vor allen anderen Verpflichtungen in dein Ziel der finanziellen Unabhängigkeit investieren sollst. Wenn dein schwer verdientes Gehalt auf dein Konto kommt, dann lege direkt davon etwas zur Seite. (Am besten rechnest du dir im Vorfeld deine mögliche Sparrate aus. Hierzu genügt ein einfaches Excel-Sheet oder eine der Planungs-Vorlagen von Finanzello.)

Erstelle einen festen Sparplan und halte ihn immer ein, auch wenn es schwer erscheint. Am besten geht das mit einem festen Sparvertrag auf ETFs. Aber mehr dazu in Punkt 2.

Je höher deine Sparquote ist (Gespartes im Verhältnis zu deinem Einkommen) desto schneller erreichst du das Ziel der finanziellen Unabhängigkeit. Wenn du bspw. 50% deines Einkommens sparen kannst und am Kapitalmarkt zu 6% anlegst, dann bist du innerhalb von nur 12 Jahren finanziell unabhängig.

2. Achte auf die Kosten

Kosten können überall anfallen. Für die Depotführung, die Orderausführung, Ausgabeausschlag, Courtagen usw.

Diese Kosten gilt es zu vermeiden, weil sie im Endeffekt nur die Rendite drücken und dafür sorgen, dass unser Geld bei der Bank landet und nicht in unserem Depotkonto.

Deswegen sollte man sich einen geeigneten Discount-Broker wie die Comdirect-Bank suchen. Hier ist die Depotführung kostenlos, es fallen nur geringe Kosten bei einer Einzel-Aktien-Order an und man kann kostenlose Sparverträge auf ETFs abschließen.

Weitere wichtige Kosten sind die Kosten des ETFs. Der ausgewählte ETF sollte am besten einen „einfachen“ Index wie den Dax, oder den S+P 500 nachbilden. Die Kosten sind bei ETFs als TER (Total Expense Ratio) angegeben. Diese sollte in keinem Fall über 0,5% p.a. liegen. Je weniger desto besser.

Spezielle ETFs auf Anleihen-Indizes oder ganz exotische Indizes sollten eher gemieden werden, sofern man nicht zu 100% weiß was man macht.

3. Nutze den Cost-Average-Effekt zu deinem Vorteil

Studien zeigen, dass man mit dem Cost-Average-Effekt im Endeffekt einen günstigeren Durchschnittseinstandskurs erreicht, als jemand der direkt alles in den ETF investiert. Vorausgesetzt, dass man kontinuierlich und regelmäßig spart.

Hier mal ein kleines Beispiel über 5 Jahre:

Tabelle

Abbildung 2 Cost-Average-Effekt – Quelle: www.gieristgut.com

 

Investor A hat 125 Anteile an dem ETF, die nach 5 Jahren 10.750€ wert sind. Investor B dagegen ist im Besitz von 128,79 Anteilen, die einen Wert von 11.075,94€ haben. Somit hat der Sparer im Endeffekt 325,94€ mehr als der direkte Investor. Wenn man das Ganze auf 20 Jahre „hochspinnt“ kann sich eine gewaltige Summe bilden, die man einfach mehr besitzt.

(Das sind alles nur fiktive Werte und der CAE macht nur Sinn, in einem schwankenden Markt – und in so einem schwankenden Markt befinden wir uns. Niemand weiß, ob der DAX von 11.500 Punkten direkt auf 20.000 Punkte steigen wird, oder ob er nochmal auf 8.000 Punkte korrigieren wird. Deswegen macht dieser Ansatz Sinn!)

Wenn du als Sparer diese 3 Tipps befolgst, dann wirst du in absehbarer Zeit deine finanzielle Unabhängigkeit genießen dürfen und musst nicht mehr gezwungenermaßen Zeit gegen Gehalt eintauschen.

Weitere Beiträge von Chris gibt es auf seinem Blog www.gieristgut.com.

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3 Kommentare zu "Mit 3 einfachen Tipps zur finanziellen Freiheit durch ETFs"

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